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Resümee Brains on Silicon 2026: Zöllner und NFON in Dresden

Recap Brains on Silicon

Die häufigste Frage an unserem Stand kam selten gleich zu Beginn. Meist wurde erst über Funktionen gesprochen, über Voicebots, automatische Rufannahme, Gesprächsnotizen. Irgendwann fragte das Gegenüber dann: „Und wo liegen dabei unsere Daten?“ Zwei Tage lang ging das so, am 14. und 15. September im Internationalen Congress Center Dresden.

Wir waren mit NFON als Mitaussteller auf der zweiten Brains on Silicon, einer Konferenz für angewandte KI. Unser Thema war Telekommunikation für Unternehmen, weil wir in diesem Bereich seit über 20 Jahren arbeiten.

Wer an unseren Stand kam

NFON Stand
NFON Stand in pink und blau im Internationalen Congress Center Dresden

Auffällig viele Besucher kamen aus der öffentlichen Verwaltung und aus der Halbleiterindustrie. Das passt zu Dresden. Beide Gruppen haben mit Daten zu tun, die sie nicht beliebig durch fremde Rechenzentren schicken dürfen, und beide prüfen entsprechend gründlich, bevor sie eine KI an ihr Telefon lassen.

Auf den Hauptbühnen standen Namen wie OpenAI, Anthropic und NVIDIA, Richard Socher von You.com war per Video aus dem Silicon Valley zugeschaltet. Im Ausstellerbereich ging es dagegen um Fragen, die am Montag darauf im Büro wieder auf dem Tisch liegen: Welche Anrufe lassen sich automatisieren? Was kostet das an Aufwand? Und wer kümmert sich, wenn etwas nicht läuft?

Warum wir auf NFON und Botario setzen

Für digitale Souveränität braucht es Partner, bei denen man weiß, wo sie herkommen. NFON ist seit 2007 im Geschäft und war von Anfang an ein deutsches Unternehmen. 2024 hat NFON den Bremer KI-Spezialisten Botario übernommen, dessen Know-how in Sprachverarbeitung seit 2019 in Deutschland wächst. Für uns ist das eine sinnvolle Kombination: erprobte Cloudtelefonie auf der einen Seite, eine eigens entwickelte KI-Plattform auf der anderen.

Was die Besucher am meisten interessiert hat, war die Frage der Modellwahl. Botario ist nicht an ein bestimmtes Sprachmodell gebunden. Wir bauen die Anwendung innerhalb der Plattform, zum Beispiel einen Telefonassistenten für Standardanfragen. Welches LLM dahinter arbeitet, legt unser Kunde fest. Ändern sich später die Anforderungen, etwa weil eine Behörde ein europäisches Modell vorschreibt, bleibt die Anwendung bestehen. Getauscht wird nur das Modell.

Video

NTV am Stand von NFON

Kurzer Besuch mit großer Reichweite: ntv hat auf der Brains on Silicon am NFON-Stand gedreht. Im Clip sieht man, wie es dort zuging, während wir mit Besuchern über KI am Telefon gesprochen haben.

Was wir gezeigt haben

Wir hatten keine Folien mit Zukunftsversprechen dabei, sondern Beispiele aus Projekten, die bei Kunden bereits laufen. Daran ließ sich gut erklären, wo ein Voicebot Arbeit abnimmt: bei Anfragen, die täglich in fast gleicher Form eingehen. Das Team am Empfang oder im Service muss diese Anrufe dann nicht mehr selbst annehmen und hat Zeit für die Gespräche, bei denen es wirklich gebraucht wird.

Uns geht es dabei nicht um möglichst viele verkaufte Tools. Eine KI-Funktion bauen wir dann ein, wenn sie im Alltag messbar hilft. Ein gutes Beispiel ist die Transkription von Telefonaten: Sie klingt unspektakulär, spart aber in vielen Büros jeden Tag Zeit, weil niemand mehr Gesprächsnotizen von Hand tippen muss.

Peter Gemander und Yasin Kizilhan
Peter Gemander (Zöllner Office) und Yasin Kizilhan (NFON) im Gespräch mit Kunden

Warum wir unser Handwerk nicht an die KI abgeben

Peter Gemander hat seinen Rückblick auf die Messe mit einem alten Sprichwort überschrieben: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ Das trifft ziemlich genau, wie wir arbeiten.

Früher haben wir Telefonanlagen als Hardware installiert. Heute verbinden wir Cloudtelefonie mit KI-Funktionen. Die Technik hat sich komplett verändert, unser Anspruch nicht. Wir beraten, entwickeln eine passende Lösung, setzen sie um und bleiben nach der Installation als Servicepartner ansprechbar. Wer eine Empfehlung ausspricht, muss sie verstehen und dafür geradestehen.

Deshalb haben wir eigene Programmierer im Team, die Schnittstellen selbst entwickeln. Was wir bauen, können wir betreuen und weiterentwickeln. KI unterstützt unsere Entwickler bei der Arbeit, ersetzt sie aber nicht.

Auf Konferenzen wie der Brains on Silicon hört man inzwischen oft das Gegenteil. Peter bekommt dann Sätze zu hören wie: „Was, du nutzt noch ein ERP oder CRM? Bau dir das doch selbst mit KI.“ Seine Antwort hat er sich von einem Garten- und Landschaftsbauer geliehen, der solche Ratschläge offenbar auch kennt:

„

Nur weil ich weiß, dass das Grüne nach oben gehört, bin ich noch kein Gärtner.

Peter Gemander, Zöllner Office

Die Konferenz in Zahlen

4Bühnen, dazu Masterclasses und eine Ausstellung13Teams im Startupwettbewerb5.000 €Preis in Anthropic Credits für die Raqid GmbH

Die Brains on Silicon lief unter dem Motto „Closing the Implementation Gap“ auf vier Bühnen, dazu kamen Masterclasses und eine Ausstellung. Den Auftakt machten Sachsens Staatsminister Dirk Panter und Roman Howe von Anthropic. Im Startupwettbewerb traten 13 Teams an, gewonnen hat die Raqid GmbH mit einem Preis von 5.000 Euro in Anthropic Credits. Philipp Klöckner schloss den zweiten Tag mit seiner Keynote „Beyond the AI Hype“ ab, ein Titel, der gut zu unseren Gesprächen am Stand passte.

Danke an alle, die bei uns vorbeigeschaut und mitdiskutiert haben, und an das Team von NFON für zwei gute Tage in Dresden. Wer das Gespräch vom Stand fortsetzen möchte oder wissen will, welche Anrufe sich im eigenen Unternehmen sinnvoll automatisieren lassen, erreicht uns direkt.

Fragen, die uns am Stand oft gestellt wurden

Laufen die Telefonate über Server in den USA?

NFON ist ein deutsches Unternehmen. Bei der KI entscheidet der Kunde selbst, welches Sprachmodell eingesetzt wird, und damit auch, wo die Daten verarbeitet werden.

Ersetzt ein Voicebot die Mitarbeiter am Telefon?

Nein. Er übernimmt wiederkehrende Standardanfragen. Sobald ein Anliegen komplexer wird, geht der Anruf an einen Menschen.

Brauche ich für KI-Telefonie eine neue Telefonanlage?

Die KI-Funktionen setzen auf der Cloudtelefonie von NFON auf. Ob sich eine bestehende Anlage umstellen lässt, klären wir im Einzelfall.

Kann Zöllner KI mit unserem CRM oder ERP verbinden?

Ja, unsere Entwickler bauen dafür eigene Schnittstellen und betreuen sie auch nach der Einführung.

Siehe auch: sprachassistent.net/blog/brains-on-silicon-2026-dresden-recap.html

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